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radiologie team rur - das Team der radiologischen und nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis Düren / Jülich
rRaDiagnostiX - Prostata-MRT

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Kardio-MRT (Herz-MRT)

Bereits 2002 führte Dr. Rückforth die Herz-MRT beim radiologie team rur ein. Das radiologie team rur (damals noch Röntgenpraxis Düren) war damit eine der ersten Praxen in Nordrhein-Westfalen, die das aufwändige Verfahren anboten. Die Darstellung des Herzens ist besonders schwierig, da es sich in vielen Richtungen teils schnell bewegt. Um scharfe Abbildungen zu erhalten, ist ein hoher technischer Aufwand nötig. Die meisten Messungen müssen in Atemstillstand gemacht werden, um Unschärfe durch die Atembewegungen zu vermeiden. Der Bewegung des Herzens selbst werden durch eine EKG-gesteuerte Aufnahmetechnik sichtbar gemacht.

Die Informationen aus dem Körperinneren werden mit Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt. Röntgenstrahlen oder Radioaktivität braucht man dafür nicht. Bisher sind keine schädlichen Nebenwirkungen der Methode bekannt, weshalb sie ohne weiteres wiederholt und auch bei Kindern eingesetzt werden kann. Wegen des sehr starken Magnetfeldes kann die Methode bei Patienten mit elektronischen oder magnetischen Implantaten (z.B. Herzschrittmacher, Cochlear Implant, Metallsplitter) häufig nicht angewendet werden.

Je nach Fragestellung werden bei der Untersuchung Medikamente verwendet, wie gadoliniumhaltige Kontrastmittel oder Adenosin.

Bei vielen Herzerkrankungen kann eine Herz-MRT wichtige Erkenntnisse liefern. Die Methode ist sehr aufwendig und komplex. Es ist daher wichtig die exakte Fragestellung für die MRT-Untersuchung zu kennen, damit genau und sinnvoll geplant werden kann.

Es gibt typische Fragestellungen zu Herz- und Gefäßerkrankungen. Daraus ergeben sich sinnvolle Diagnosestrategien der Herz-MRT, die im Folgenden vorgestellt werden.

Liegen Beschwerden vor, die ein mittelgradig erhöhtes Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße bedeuten, empfiehlt die nationale Versorgungsleitlinie Methoden, die nicht invasiv (nicht eingreifend) die Durchblutung des Herzmuskels darstellen können.

Durchblutungsstörungen des Herzmuskels unter Belastung sind ein frühes Zeichen für eine bedeutsame Verengung der Herzkranzgefäße. Erst später kommt es zu EKG-Veränderungen und zu Störungen der Pumpfunktion.

In der MRT wird die Gewebedurchblutung (Perfusion) durch ein Kontrastmittel sichtbar gemacht, das in eine Armvene injiziert wird. Die Belastung (Stress) am Herzmuskel und an den Herzkranzgefäßen wird dazu für fünf Minuten durch gefäßwirksame Medikamente (Adenosin oder Regadenoson) erzeugt. An diesen Belastungsteil schließt sich in der Regel noch eine Darstellung der Durchblutung in Ruhe an, sowie nach weiteren zehn Minuten die sogenannten Late-Enhancement-Messungen. Diese sind eine besondere Stärke des MRT. Gibt es Narbengewebe im Herzmuskel (z.B. nach einem Herzinfarkt), speichert dieses das Kontrastmittel deutlich länger als normaler Herzmuskel. Die Zonen mit später Anreicherung (Late-Enhancement) werden durch spezielle Messungen sichtbar gemacht. So kann die genaue Lage und Ausdehnung von Narben bestimmt werden.

Eine weitere Stärke der MRT ist die exakte Darstellung aller Wandabschnitte der linken Herzkammer und ihrer Bewegung. Aus den so gewonnen Daten lassen sich die Parameter der Pumpfunktion des Herzens so genau berechnen, dass die Methode sich mittlerweile zum international anerkannten „Goldstandard“ für Studien entwickelt hat.

Die Dauer des Untersuchungsprotokolls „Adenosin-Stress-MRT“ beträgt zwischen 35 und 45 Minuten.

Die Diagnose einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) stellte bisher im Wesentlichen eine Ausschluss-Diagnose dar bzw. wurde durch Myokardbiopsien gesichert. Mit der Kardio-MRT ist es nun möglich zum einen das Ödem des Herzmuskels als Zeichen der akuten Entzündung darzustellen, zum anderen kann durch „Late-Enhancement-Sequenzen“ (nach venöser Injektion eines Kontrastmittels) Narbengewebe als Spätfolge der Erkrankung nachgewiesen werden. Aus dem Verteilungsmuster und der Menge des Narbengewebes lässt sich auf den weiteren Krankheitsverlauf, also auf die Prognose schließen.

Das Myokarditis-Protokoll dauert etwa 30 Minuten.

Die Kardio-MRT ist der Goldstandard zur Bestimmung des (Erscheinungs-) Typs einer Kardiomyopathie. Sie gibt wichtige Informationen für die Beurteilung des Verlaufes und der Therapie. Kardiomyopathien sind eine uneinheitliche Gruppe von Krankheiten des Herzmuskels die mit mechanischen und/oder elektrischen Funktionsstörungen einhergehen und üblicherweise, aber nicht zwingend, eine unangemessene Hypertrophie (Verdickung) oder Dilatation (Erweiterung) einer oder beider Herzkammern hervorrufen. Ihre Ursachen sind vielfältig und häufig genetisch bedingt. Kardiomyopathien begrenzen sich entweder auf das Herz oder sind Teil einer allgemeinen Systemerkrankung, führen oft zu kardiovaskulär bedingten Todesfällen oder einer fortschreitenden Behinderung durch Herzinsuffizienz. (Wikipaedia nach American Heart Association 2006).

Dazu zählen die DCM (dilatative Kardiomyopathie) die zur Herzinsuffizienz und Herztransplantation führen kann und die ARVC als Ursache des plötzlichen Herztodes bei jungen Menschen, aber auch das sogenannte Broken-Heart-Syndrom (auch Tako-Tsubo-Myokarditis), welches meist ältere Frauen betrifft.

Die Diagnostik von Tumoren im Bereich des Herzens ist wegen des exzellenten Weichteilkontrastes eine Domäne der MRT. Auch Blutgerinsel (Thromben) sind gut nachweisbar.

Erkrankungen des Pericards (Herzbeutel) wie eine akute Pericarditis oder eine Pericarditis constrictiva, sind mit der Kardio-MRT ebenso nachweisbar, wie Pericardzysten oder Pericarddefekte.

Die Kardio-MRT stellt eine wertvolle Bereicherung der nicht-invasiven Diagnostik bei Herzklappenerkrankungen dar. Insbesondere wenn der Ultraschall nicht aussagekräftig ist oder bei unklaren Befunden kann der Arzt mit der MRT zusätzliche, wichtige Informationen erhalten. Zum einen ist eine morphologisch exakte Darstellung der Herzklappen möglich. Hiermit kann z.B. nicht-invasiv die Aortenklappenöffnungsfläche vermessen werden.
Bei Klappeninsuffizienzen (Undichtigkeiten der Klappe) kann durch die Bestimmung des Vorwärts- und Rückwärtsflusses über der insuffizienten Klappe die Regurgitationsfraktion (Anteil des Rückflusses) bestimmt werden. Daneben kann die linksventrikuläre Volumetrie zur Beurteilung der haemodynamischen Folgen eines Klappenvitiums eingesetzt werden.

 

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